EZB-VIZECHEF VUJCIC: EUROPA BRAUCHT EINFACHERE REGELN FüR BANKEN

Frankfurt, 02. Okt (Reuters) - Europas Banken benötigen aus Sicht der EZB eine einfachere Regulierung, aber keine gelockerten Eigenkapitalvorschriften. Der Vizepräsident der EZB, Boris Vujcic, betonte am Freitag, dass solide Anforderungen an die Banken eine Stärke darstellten. "Das derzeitige Niveau der Eigenkapitalanforderungen für Banken stellt keinen Wettbewerbsnachteil für europäische Banken dar", fügte der Vizechef der Europäischen Zentralbank (EZB) hinzu. Dass die Banken heute profitabel und solide aufgestellt seien, sei ein strategischer Vorteil für Europa. Denn ein widerstandsfähiges Finanzsystem sei Voraussetzung für nachhaltiges Wirtschaftswachstum. Vujcic räumte zugleich ein, dass die Vorschriften übermäßig komplex geworden seien und die Regulierungsbehörden sie vereinfachen könnten, ohne die Sicherheit zu gefährden.

Der EZB-Vizechef schlug vor, die Berechnung des Eigenkapitals zu vereinfachen. Zudem plädierte er dafür, dass die Regulierungsbehörden ein wesentlich einfacheres Regelwerk für kleinere, weniger komplexe Banken schaffen sollten, um deren Kostenbelastung zu verringern.

(Bericht von Balazs Koranyi, geschrieben von Reinhard Becker, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter [email protected] (für Politik und Konjunktur) oder [email protected] (für Unternehmen und Märkte).)

2026-10-02T12:00:41Z